Willkommen im deutschen Buchinformationszentrum Moskau!
Das Deutsche Buchinformationszentrum (BIZ) Moskau ist seit 1993 als Vertretung der Frankfurter Buchmesse im Goethe-Institut Moskau tätig. Es gilt als eine Kontakt- und Informationsstelle für die deutsche und russische Buchbranche und bietet zahlreiche Dienstleistungen für Buchfachleute an.
Ziele des BIZ Moskau sind es, das Interesse an deutschen Büchern zu steigern sowie den Export und den Lizenzhandel zu fördern. Darüber hinaus werden Geschäftsbeziehungen zwischen deutschen und russischen Verlegern befördert wie auch russische Verleger für die Teilnahme an der Frankfurter Buchmesse akquiriert.
Zielgruppe des BIZ Moskau sind deutsche und russische Verleger, Bibliothekare, Übersetzer und andere Fachleute, die sich für deutschsprachige Literatur interessieren. Das BIZ Moskau nimmt an Buchmessen und Fachveranstaltungen teil und organisiert selbst Veranstaltungen zum deutschen und russischen Buchmarkt. Es berichtet regelmäßig für die deutsche und russische Buchbranche über Trends und Neuigkeiten im Buchmarkt, beider Länder, Russlands und Deutschlands. Dabei wird die russische sowie die deutsche Fachpresse ausgewertet und interessante Informationen werden auf der Webseite des BIZ Moskau veröffentlicht.
Als Einrichtung der Frankfurter Buchmesse in Russland arbeitet das BIZ Moskau mit zahlreichen Partnern zusammen.
Das sind u.a. die Goethe-Institute in Moskau und St. Petersburg, Deutsche Lesesäle in Russland, die Deutsche Botschaft und Deutsch-Russisches Haus in Moskau, die Föderale Agentur für Presse und Massenkommunikationen, die Russische Buchkammer, die Generaldirektion der internationalen Buchausstellungen und -messen, die Assoziationen für Verleger und Buchhändler und mehrere andere Institutionen.
Das Deutsche Buchinformationszentrum als Auslandsbüro der Frankfurter Buchmesse kann Ihnen bei allen Fragen zur Buchmesse und deren Services behilflich sein.
Wir freuen uns über ihre Fragen, Kommentare und Anregungen.
Deutsches Buchinformationszentrum (BIZ) Moskau
Leiterin: Tatjana Simon
Assistentin: Olga Ditsch
c/o Goethe-Institut
Leninskij Prospekt 95a
RU-119313 Moskau
Tel./Fax:
+7 (495) 936 26 49
E-Mail: simon@biz-moskau.org
E-Mail: ditsch@biz-moskau.org
Es werden verschiedene Services und Dienstleistungen angeboten, um die
Geschäftsbeziehungen beider Seiten zu fördern und zu unterstützen. Dazu gehören unter anderem die Kontaktvermittlung zu deutschen bzw. russischen Verlagen sowie eine ständige Netzwerkpflege. Durch eine umfangreiche und sehr gute Kenntnis des russischen sowie natürlich des deutschen Buchmarktes, agiert das BIZ vor allen Dingen als Informationsstelle, die deutschen Verlegern wichtige und nützliche Informationen über russische Verlage und den Buchmarkt geben kann.
Verlegerbörse im BIZ Moskau
Zwei wichtige Aktivitäten des BIZ Moskau fördern in besonderer Weise die Übersetzung deutscher Titel ins Russische und den Lizenzhandel mit Russland.
Als erste wäre hier zu nennen die seit 1996 einmal jährlich stattfindende Verlegerbörse. Hierzu lädt das BIZ die wichtigsten Moskauer Verleger und Literaturagenten ein, um die aktuellen Rights Lists und deutschsprachige Neuerscheinungen vorzustellen, sowie über Projekte des BIZ und der Frankfurter Buchmesse zu informieren. Es werden in diesem Rahmen immer auch Informationen über neue Fördermöglichkeiten für Übersetzungen gegeben, sowie sich über den deutschen und russischen Buchmarkt ausgetauscht.
Diese Veranstaltung hat sich im Laufe der Jahre als ein wichtiger Programmpunkt im BIZ Kalender etabliert und findet hohen Zuspruch und großes Interesse unter den russischen Verlegern und Literaturagenten.
Rights Lists des BIZ Moskau
Eine weitere wichtige Aktivität des BIZ ist die Erstellung und Präsentation der Rights Lists. Diese werden jährlich erarbeitet und anschließend auf Veranstaltungen wie der Verlegerbörse dem Fachpublikum vorgestellt. Im Anschluss an diese Veranstaltung werden die drei Rights Lists, "Fiction", "Non Fiction" und "Children’s Books", an die einzelnen Verlage verschickt
Buchkollektionen der Frankfurter Buchmesse
Einen wichtigen Beitrag leisten auch die seit 1994 permanenten und thematisch wechselnden Buchausstellungen in ganz Russland. Die ständigen Buchkollektionen, "Literarische Neuerscheinungen" und "New Children’s Books", sowie die thematisch wechselnden werden im gesamten Jahr in verschiedenen deutschen Lesesälen in Russland ausgestellt und erfreuen sich großen Interesses. Somit hat das Bibliotheks- und Fachpublikum die Möglichkeit, ganzjährig Ausstellungen über deutschsprachige Neuerscheinungen und deutsche Literatur zu einem bestimmten Thema zu besuchen. Das fördert vor allem das Interesse und die Aufmerksamkeit für deutsche Bücher und bietet den Fachbesuchern Anregungen für den Lizenzkauf. Diese Buchausstellungen lockten in den letzten zehn Jahren etwa 36.000 Besucher, darunter 9000 Fachbesucher an.
Beteiligung an Buchmessen
Die Präsenz des BIZ auf russischen nationalen und internationalen Buchmessen, sei es mit einem deutschen Gemeinschafts- oder einem Informationsstand, dient vor allen Dingen der Kontakt- und Netzwerkpflege und der Präsentation neuer deutscher Literatur. Die Beteiligung an Fachseminaren, Diskussionsrunden und Vorträgen trägt auch zum gegenseitigen Austausch bei. In diesem Rahmen informiert das BIZ regelmäßig über die eigenen sowie die Projekte der Frankfurter Buchmesse und über Neuigkeiten und Entwicklungen auf dem deutschen Buchmarkt.
Die wichtigsten russischen Buchmessen, auf denen das BIZ jedes Jahr vertreten ist, sind die Moskauer Internationale Buchmesse Anfang September und die Moskauer Buchmesse für anspruchsvolle Literatur non/fiction im Dezember. Die Buchmessen bieten viele gute Möglichkeiten mit russischen Verlegern und Verlagen in Kontakt zu treten und die literarischen Neuerscheinungen aus Deutschland vorzustellen.
26. – 29. April, St. Petersburger Internationaler Buchsalon
Der St. Petersburger Buchsalon ist eine junge Buchmesse mit einer langen Vorgeschichte. Nach einer langjährigen Pause wurde sie im November 2006 zum 100. Geburtstagsjubiläum von Dmitrij Lichatschow, dem berühmten russischen Gelehrten, von der Regierung der Stadt St. Petersburg und von der Russischen Buchunion auf dem Gelände des Ausstellungszentrums LenExpo wieder veranstaltet. Seit 2007 findet der Salon im Frühling statt. Am Salon 2011 beteiligten sich 310 Verlags- und Buchhandelsfirmen sowie Bibliotheken, Druckereien und Kulturinstitutionen aus 9 Ländern. Den rund 70 000 Besuchern wurde auf ca. 300 Veranstaltungen ein reichhaltiges Programm geboten.
Das BIZ Moskau beteiligt sich regelmäßig an dieser Buchmesse. Auch in diesem Jahr wird es mit einem Informationsstand der Frankfurter Buchmesse vertreten sein. Den Fachbesuchern werden zahlreiche Informationsmaterialien über aktuelle Programme und Projekte der Frankfurter Buchmesse 2012 angeboten.
Internetauftritt der Veranstalter
17. April – 16. Mai: Buchausstellung „Literarische Neuerscheinungen aus Deutschland“ im Deutsch-Französischen Saal der Turgenjew-Bibliothek in Moskau
Die Buchkollektion „Auswärtslesen. Literarische Neuerscheinungen“ umfasst 90 Bücher aus 45 Verlagen aus Deutschland, einigen Verlagen aus der Schweiz und aus Österreich. Diese Bücher repräsentieren die neuesten Entwicklungen in der deutschsprachigen Literatur. Zudem beinhaltet die Sammlung die in die Shortlist des Deutschen Buchpreises aufgenommenen Werke.
Bei den neuesten Entwicklungen sind an erster Stelle Romane zu nennen, die sich mit dem Thema „Familie, Kindheit, Jugend“ auseinandersetzen, wie Georg Klein in „Roman unserer Kindheit“, für welchen er 2010 den Preis der Leipziger Buchmesse erhielt, oder „Rabenliebe“ von Peter Wawerzinek. In diesem Werk verarbeitet der Autor seine eigene tragische Lebensgeschichte: Er wurde als Kind von seiner in die BRD flüchtenden Mutter in der DDR zurückgelassen.
Relativ neu ist für den deutschen Sprachraum auch der Migrationsroman, der in der Ausstellung durch Autoren wie Melinda Nadj Abonji, einer gebürtigen Ungarin aus Ex-Jugoslawien, die nun in der Schweiz lebt, repräsentiert wird. Diese Autorin erhielt für ihr Werk „Tauben fliegen auf“ den Deutschen Buchpreis 2010.
Kristof Magnusson beschäftigt sich in „Das war ich nicht“ mit fatalen Börsenspekulationen und trifft damit den Nerv der Zeit. Die kritische Auseinandersetzung mit der Gesellschaft ist jedoch in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur eher die Ausnahme, kaum ein Autor wagt den Sprung vom Familienroman hin zum Gesellschaftsroman.
Lieber ziehen sich die Autoren zurück in die Vergangenheit, die Familie oder in die Provinz. So auch Andreas Maier, der in seinem Werk „Das Zimmer“ diese Themen perfekt verbindet.